Texte, die wirklich alle verstehen
TEXT & KONTEXT
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Was ist redaktionelle Barrierefreiheit genau?
Haben Sie auch schon mal einen Text gelesen, bei dem Sie dachten: „Hä? Was soll das jetzt heißen?“ Genau das passiert täglich auf vielen Websites – und nicht nur Menschen mit Behinderungen stolpern darüber. Lange Sätze, Fachbegriffe, komplizierte Strukturen: Wer nicht zufällig Expert*in ist, verliert schnell den Faden. Solche Texte sind Bleiwüsten. Sie schrecken ab. Und damit verliert man seine User*innen schnell, zu schnell.
Redaktionelle Barrierefreiheit heißt: Texte so schreiben, dass alle sie verstehen. Denn Sie als Entscheider*in lesen täglich viele, viele Texte. Dementsprechend hoch ist Ihr eigenes Leseverständnis. Das gilt aber eben nicht für alle Menschen.
Vereinfachen heißt: Nicht vereinfachen um jeden Preis. Aber klare Strukturen, verständliche Sprache und gute Lesbarkeit sind Pflicht – für den Alltag, nicht nur für den Ausnahmefall. Seit Juni 2025 ist die Barrierefreiheit von Websites sogar gesetzlich verankert.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Je mehr User*innen die Inhalte besser verstehen, desto größer ist Ihre Zielgruppe. Dies gilt auch für Webshops. Produkte, die ich verstehe, kaufe ich viel eher.
Klarheit als wichtigste Grundregel
Klarheit in der Sprache ist die Basis für eine erfolgreiche Website oder einen erfolgreichen Online-Shop. Konkret heißt das:
- kurze Sätze statt Schachtelsätze
- aktive Formulierungen statt Passiv-Formulierungen
- Fachbegriffe erklären, Abkürzungen ausschreiben
- doppelte Verneinungen vermeiden
So liest sich ein Text flüssig, egal ob jemand ihn zum ersten Mal liest, Deutsch nicht als Muttersprache spricht oder zwischendurch nur kurz auf dem Handy scrollt.
Struktur sichtbar machen
Überschriften, Absätze, Listen, Hervorhebungen – alles hilft, Inhalte zu erfassen und zu scannen. Wer schnell versteht, worum es geht, bleibt länger auf der Seite. Wer sich durch einen Text kämpfen muss, klickt weg. Außerdem gilt: Eine barrierefreie Webseite ist immer semantisch korrekt gegliedert.
Bilder, Videos, Grafiken – alles muss verständlich sein
Text ist nur die halbe Miete. Grafiken brauchen Bildbeschreibungen, Videos Untertitel. Ein Schaubild ohne Erklärung bleibt für manche Nutzer*innen ein Rätsel – und für andere, die es nur kurz nebenbei sehen, auch.
Für alle schreiben – nicht nur für Expert*innen
Studien zeigen: Die Mehrheit der User*innen hat ein sogenanntes mittleres Sprachniveau, das bedeutet, dass diesen Menschen das Lesen komplexer Themen schwerfällt.
Sind Texte an dieses mittlere Sprachniveau angepasst, werden sie von sehr vielen Menschen verstanden. Redaktionelle Barrierefreiheit ist also kein Luxus für eine kleine Zielgruppe – sie macht Inhalte nutzbar für die Mehrheit.
Für diejenigen, deren Leseverständnis noch geringer ist, gibt es die Texte in der sogenannten Leichten Sprache. Barrierefreiheit bedeutet hier, zumindest eine Seite einzurichten, die erklärt, welche Informationen zu finden sind und wie die Website aufgebaut ist.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Für alle schreiben heißt auch: für Suchmaschinen schreiben. Denn diese können korrekt strukturierte und formatierte Seiten besser interpretieren. Und ranken sie auch wesentlich besser!
Legen wir los!
Barrierefreiheit fängt bei jedem Satz an. Wer klare, verständliche, gut strukturierte Texte liefert, öffnet die digitale Welt für alle!
Barrierefreiheit ist kein Sprint. Aber sie bringt nachhaltige Verbesserungen. Ist Ihre Website schon barrierefrei? Oder wollen wir einen kritischen Blick auf Ihre Inhalte werfen? Wir erstellen Ihnen gerne eine Analyse, ob als erste Einschätzung oder als ausführliches Reporting. Und wir unterstützen Sie selbstverständlich auch gerne bei der Umsetzung. Damit Ihre redaktionellen Inhalte auch wirklich barrierfrei sind und bleiben.
Wir haben 20 Jahre Erfahrung in der Erstellung von barrierefreiem und barrierearmem Content.
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